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Die Villa Kunterbunt von ResseDezember 2007In Wedemark ist zum zweiten Mal ein Jugendtreff in einem Grave-Holzhaus eröffnet worden.
Wedemark.
"Total süß und gemütlich" findet die zwölf- jährige Nele den neuen Jugendtreff in Wedemark-Resse. "Es entspricht voll unse- ren Erwartungen", stimmt auch Gemeinde- jugendpfleger Torbjörn Johansen zu. Nach nur drei Wochen Bauzeit - vom ersten Spatenstich bis zum schlüsselfer- tigen Gebäude - wurde das 40 m² große Grave-Elementhaus am 14. Dezember eingeweiht. Zahlreiche Besucher waren gekommen, um sich die hellen, freundlichen Innenräume anzusehen. "Wir sind froh, dass wir das neue Jugend- haus haben. Es ist sehr wichtig für Resse", erklärt Bürgermeister Tjark Bartels das große öffentliche Interesse. Zur Eröffnung übergaben Vereine der Gemeinde Sach- und Geldspenden für den Jugendtreff, Firma Grave spendete Farbe zur Instand- setzung des Jugendtreffs in Brelingen. Für die Grave-Mitarbeiter ist es bereits das zweite Jugendhaus, das sie in Wedemark errichten. Vor zehn Jahren wurde in Brelingen der erste Jugendtreff aus Kostengründen noch in einem Baucontainer untergebracht. "Aber der war irgendwann marode", erzählt Jugendpfleger Johansen.
Einweihung in der Abenddämmerung
Stockbrotgrillen am Jugendtreff
Bürgermeister Tjark Bartels
Lieblingsfarben Blau und Weiß
Ausblick vom Schlafdeck
Die Gemeinde entschloss sich, An- gebote für einen Neubau einzuholen und stieß dabei auf die
Musterhaus- ausstellung in Hannover-Lahe.
Mit Geschäftsführer Manfred Grave einigte man sich schnell auf ein Holzelementhaus, das ganz den Anforderungen für einen Jugendtreff entsprach. "Wir waren mit dem Gebäude sehr zufrie- den, deshalb haben wir die Firma auch jetzt wieder beauftragt", sagt Arwid Olischewski, der beim Bauamt Wedemark für Neubau- vorhaben zuständig ist. Kein "stinknormales Haus"Das neue Jugendhaus in Resse steht auf einem Gelände der Kirchengemeinde. Holzklappläden und eine farbige Tür sorgen für den kindgerechten Look. Blau und weiß schimmern die Holzwände durch die zurzeit kahlen Äste und bringen Farbe ins Winter- grau. Manchen Erwachsenen erinnert das zu sehr an Pippi Langstrumpfs Villa Kunter- bunt, doch schließlich durften sich die Jugendlichen die Farben selbst aussuchen. Für die junge Nele ein weiterer Pluspunkt für das Häuschen, das nun nicht aussehe wie ein "stinknormales Haus". Auch sonst durften die Jugendlichen die Gestaltung des Jugendtreffs von Anfang an mitplanen. "Wir sind mit dem Gemeindebus gemeinsam nach Brelingen gefahren und haben uns das andere Grave-Haus angesehen", berichtet Johansen. Die Jugendlichen waren sofort begeistert. Besonders der Schlafboden des Hauses, der dort als Kuschelecke genutzt wird, hat es ihnen angetan. Klar, dass in Resse auch ein solcher Schlafboden hermusste. "Dort kann man prima spielen", schwärmt Nele. Sie träumt schon von Übernachtungspartys mit Schlafsäcken im Obergeschoss. Holzambiente zum WohlfühlenTorbjörn Johansen wusste schon vorab, welche Anforderungen sonst noch an ein Holzhaus für einen Jugendtreff gestellt werden: "Eine Küche und eine Sofaecke waren wichtig". So kann er mit den Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 27 Jahren, die hier dreimal wöchentlich be- treut werden, eine Menge unternehmen: kochen, basteln und backen beispielsweise. "Einige wollen auch nur dasitzen und sich unterhalten", ergänzt Johansen. Dazu musste ein Tresen her. Zwei Toiletten Nele jedenfalls ist sich jetzt schon sicher, dass sie noch häufiger zum Jugendtreff kommen wird. "Aber wenn meine Eltern so ein Häuschen zuhause im Garten hätten - das wäre auch cool". (tag)
Ein Raum zum Kuscheln
Nele (12) und ihre Freundin im Computerzimmer | ![]() |
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